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Narrativmagie mit Klang & Wort – Wie Schwingung unsere Welt formt

  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Als Urban Mystic und Narrativkünstlerin weiss ich: Worte sind nicht nur Mittel der Kommunikation. Sie sind Werkzeuge, Zauber, die unsere Realität formen. Jede Silbe, jeder Klang hat Macht – heilende, verbindende, zerstörerische. Das wussten die Magier:innen längst, lange bevor wir in modernen Seminaren über Psychologie oder Neurowissenschaften davon hörten.



Klang und Mythologie: Die Urkräfte der Schöpfung

Bevor Worte zu Sätzen wurden und bevor Musik in Chören und Bands erklang, war Klang selbst die erste Form von Magie. Er ist der Atem, der die Welt durchzieht, die unsichtbare Kraft, die Welten formt und Herzen öffnet. Überall dort, wo Menschen bewusst lauschten, summten oder sangen, wurde Klang zu einem Werkzeug – um zu heilen, zu verbinden oder Räume zu erschaffen, in denen das Leben selbst gespürt werden kann.


  • Hinduismus – „OM“„OM“ (oder „AUM“) gilt als Urklang des Universums, die erste Schwingung, aus der alles hervorgeht. Das Summen verbindet bewusst mit dieser kosmischen Kraft – mit der Schwingung, die alles Leben durchdringt. Klang wird hier zu einem Werkzeug, um in Resonanz mit der Schöpfung selbst zu treten.


  • Jüdisch-christliche Tradition – „Am Anfang war das Wort“Im Johannesevangelium heisst es: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Worte sind nicht blosse Sprache, sondern schöpferische Kraft. Sie ordnen, formen und manifestieren Realität – ein Hinweis darauf, dass Sprache seit jeher Macht besitzt.


  • Mesopotamische MythologieDie Götter formen die Welt durch das Sprechen von Namen oder Beschwörungen. Worte rufen Dinge ins Sein – ein klares Beispiel dafür, dass Magie schon immer in der Sprache selbst steckte.


  • Maori & polynesische SchöpfungsgeschichtenHier beginnt die Welt oft mit Gesang oder Rezitation heiliger Namen. Klang ruft Form ins Chaos, verbindet Identität, Erinnerung und Schöpfung – ein frühes Beispiel für die Magie des Klanges als schöpferisches Werkzeug.


Neben diesen Beispielen finden sich Urklänge in vielen Kulturen: bei Thoth in Ägypten, in tibetischen Mantras, in gregorianischen Gesängen oder bei den Musen der griechischen Mythologie. Überall gilt: Klang kann Welten erschaffen, verändern und heilen.


Die Magie der Musik – vom Urklang ins Heute

Aus diesen Urklängen erwächst die Musik, die wir heute kennen. Rhythmus, Harmonie, Stimmen und Instrumente – all das wirkt auf Körper, Geist und Herz.


Schamanische Praktiken: Klang als Bewusstseinswerkzeug

In schamanischen Traditionen werden oft Trommeln, Rasseln oder rhythmische Gesänge genutzt, um Bewusstseinszustände gezielt zu verändern:


  • Rhythmische Klänge beeinflussen Hirnwellen, etwa Alpha- oder Theta-Wellen, die mit Entspannung, innerer Öffnung und tranceähnlichen Zuständen verbunden sind.

  • EEG-Studien zeigen, dass Trommelrhythmen messbare Veränderungen in der neuronalen Aktivität erzeugen.

  • Klangtherapie kann Herzfrequenz, Blutdruck und Stresshormonspiegel positiv beeinflussen – direkt messbare Effekte auf Körper und Geist.


Natürlich ist die schamanische Trancereise nur ein Beispiel. Klang wirkt überall in unserem Alltag: Während Meditation hilft ein Mantra, Yoga wird oft von Musik begleitet, Bodycombat treibt uns die passende Playlist an, und ja, sogar bei einem Heavy-Metal-Konzert können wir die Vibes aufnehmen und uns von der Energie tragen lassen.


Moderne Künstler:innen wie die norwegische Band Wardruna bringen die uralten nordischen Klangtraditionen sogar bis in den heutigen Alltag: ihre Trommeln, Flöten und Gesänge erzeugen während Konzerten Räume, die meditative Tiefe, Mythos und Körpererfahrung verbinden – eine lebendige Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ob leise, laut, sanft oder brachial – Musik transformiert, verbindet und belebt, ganz egal, in welchem Kontext wir sie hören.


Wortmagie – die Kraft des Gesprochenen

Neben Musik hat auch das gesprochene Wort eine eigene, uralte Magie. Menschen haben seit jeher erkannt, dass Worte Wirklichkeit formen. In Ritualen, Sprüchen und Formeln steckt Macht: Druiden, Heiler:innen oder Zauberkundige sprachen Worte und Namen, oft rhythmisch wiederholt, um Heilung, Schutz oder Transformation zu bewirken.


Ein berühmtes Beispiel aus einer anderen Kultur ist „Abrakadabra“, ursprünglich aramäisch, auf Amuletten geschrieben, um Krankheiten zu vertreiben – ein Hinweis darauf, dass Worte universell Realität beeinflussen können. Auch Mesopotamische Beschwörungen, keltische Namensrituale oder polynesische Rezitationen zeigen dasselbe Prinzip: Sprache ist nicht bloss Kommunikation, sie ist ein Werkzeug, um Energie zu lenken, Räume zu öffnen und Veränderungen hervorzurufen.



Klang und Urbane Mystik

Und heute? Viele von uns spüren diese Kraft noch immer in den Momenten, in denen Musik uns berührt, Worte uns zum Staunen bringen, oder wenn wir bewusst ein Mantra, ein Summen oder eine Affirmation sprechen. Klang und Sprache verbinden uns mit einer uralten Praxis, die die unsichtbare Magie des Alltags wieder spürbar macht. Ob in Chören, in Bands, in persönlichen Ritualen oder kleinen, magischen Momenten – wer zuhört und spricht, formt die Realität auf eine Weise, die tief in der Geschichte verwurzelt ist und gleichzeitig ganz im Hier und Jetzt wirkt.



Kommentare


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Hallo, danke fürs Vorbeischauen!

Ich bin Nicole – urban aus Überzeugung, mystisch von Natur aus. Ich liebe schwarze Katzen, guten Chai oder Matcha und Gespräche, die spät am Abend anfangen und mit plötzlichen Erleuchtungen enden. Irgendwo zwischen Excel-Tabellen und Zauberkarten habe ich meine Berufung gefunden: Menschen zu helfen, das Chaos, die Magie und selbst die Montage zu verstehen.

Dies hier ist mein Kessel – ein Ort, an dem modernes Leben auf moderne Mystik trifft, gewürzt mit Neugier, einer Prise Rebellion und einer ordentlichen Portion Herz. Mach es dir gemütlich, gönn dir etwas Warmes zu trinken, und lass uns gemeinsam entdecken, welche Magie sich in unserem Alltag versteckt.

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