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The Road Travelled: Eine persönliche Reise spiritueller Entdeckung und Ermächtigung

  • Autorenbild: Nicole
    Nicole
  • 17. Mai 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Jan.

Im Jahr 2004, in der Nacht von Samhain (ja, so klischeehaft war es), traf ich eine Entscheidung, die den Verlauf meiner spirituellen Reise für immer prägen sollte. Ich widmete mich einem modernen, heidnischen Pfad und wurde eine Hexe. Von diesem Moment an wurde naturbasierte Spiritualität ein zentraler Bestandteil meines Lebens. Doch wie so oft auf unseren spirituellen Wegen sollte es viele Jahre dauern, bis ich wirklich verstand, wo alles begann.



Für mich war es kein einzelner Moment der Offenbarung, sondern eine Reihe kleiner, bedeutungsvoller Erlebnisse, die sich langsam über die Zeit entfalteten. Rückblickend wird mir klar, dass meine Reise lange vor dem Moment begann, in dem ich überhaupt verstand, was es bedeutet, „eine Hexe zu sein“.


Als Kind war ich schon immer fasziniert von Mythologien, Legenden und alten Kulturen. Ich fühlte mich zu Geschichten über Götter, Göttinnen und das Göttliche hingezogen, das Zeit und Raum überstieg. Ich erinnere mich, wie ich mit acht Jahren mit meiner Familie die Bäder der Aphrodite besuchte. Dort zu stehen, im Herzen eines Ortes voller Geschichte und göttlicher Legende, veränderte etwas in mir. Es war, als wäre das Göttliche näher, als ich je geglaubt hatte – fast greifbar. Diese Erfahrung prägte mich tief und liess mich mit einem inneren Wissen zurück: Das Göttliche ist nicht fern, sondern in allem gegenwärtig – in jedem Moment.


Jahre später, während eines Gottesdienstes mit meiner Familie, fragte ich meinen Vater, warum Gott – wie der Priester ihn beschrieb – nicht hier auf Erden, sondern im Himmel sei. Seine Antwort war einfach, aber tiefgründig: „Gott ist hier, überall – aber nicht jeder kann ihn sehen.“ Schon damals, als junges Kind, spürte ich eine Resonanz mit dieser Vorstellung, auch wenn ich sie nicht ganz verstand. Etwas in mir regte sich bei dem Gedanken, dass das Göttliche überall um uns herum sein könnte – verborgen in aller Deutlichkeit, wartend darauf, erkannt zu werden.


Dieses Gespräch pflanzte einen Samen, der später zu dem Weg erblühen sollte, den ich heute gehe – einen Weg, der in der Natur, den Elementen und dem tiefen Wissen verwurzelt ist, dass das Göttliche nicht an einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Zeit gebunden ist. Erst später erkannte ich, dass meine wachsende Verbindung zur natürlichen Welt und meine Faszination für alte Praktiken mich bereits auf eine moderne, heidnische Spiritualität hingewiesen hatten. Eine Spiritualität, in der das Göttliche nicht nur im Himmel verweilt, sondern im Gewebe der Erde selbst verankert ist – gegenwärtig in jedem Baum, jedem Stein, jedem Atemzug.


Im Jahr 2004, unter dem Samhain-Himmel, spürte ich den Ruf nach einem tieferen Verständnis der Welt – eines Verständnisses, das die Zyklen der Natur und die Energien, die durch alles fliessen, umarmt. In jener Nacht widmete ich mich dem Weg der Hexe, ehrte die alten Wege und nahm die Weisheit der natürlichen Welt in mein Leben auf.


Einige Jahre später die katholische Kirche zu verlassen, fühlte sich wie ein natürlicher nächster Schritt an. Je mehr ich forschte, desto mehr wurde mir bewusst, dass meine Verbindung zum Göttlichen nicht durch Dogmen oder Lehren begrenzt war, sondern eine Erfahrung des Heiligen war, das im Alltag verankert ist. Als ich in meine Praxis der Hexenkunst hineinwuchs, erkannte ich, dass all das, wonach ich gesucht hatte, bereits in mir und um mich herum existierte – wartend darauf, gesehen zu werden.

Was ich an meinem heutigen spirituellen Weg besonders liebe, ist der Fokus auf Gleichwertigkeit und Ermächtigung. Anders als in den hierarchischen Strukturen, mit denen ich aufgewachsen bin – wo einige dem Göttlichen näherstanden als andere – habe ich in meiner Praxis gelernt, dass alle auf Augenhöhe begegnet werden. Niemand steht über oder unter jemand anderem, wenn es um die spirituelle Verbindung geht. Wir alle sind gleichermassen fähig, Zugang zum Göttlichen zu finden, das in uns und um uns herum existiert.


Dieser Weg erlaubt mir auch, die volle Kraft meines Seins zu umarmen – besonders als Frau. In einer Gesellschaft, die oft versucht, die weibliche Kraft kleinzumachen, bietet mir mein spiritueller Weg einen Raum, in dem Frauen voll und ganz in ihrer Kraft stehen dürfen. Wir dürfen Raum einnehmen, unapologetisch wir selbst sein und unsere Spiritualität frei erforschen – ohne Angst, ohne Einschränkungen. Wir sind ermächtigt, uns dem Mystischen und dem Unbekannten auf eine Weise zuzuwenden, die sich für uns authentisch anfühlt – ohne von äusseren Erwartungen eingeengt zu werden.

Ein weiterer Aspekt dieses Weges, den ich sehr schätze, ist die Tatsache, dass es keine starren Dogmen gibt, die seit Jahrtausenden unverändert bewahrt werden müssen. Unsere Praktiken entwickeln sich mit uns weiter – sie reagieren auf gesellschaftliche, kulturelle und individuelle Wandlungsprozesse. Das empfinde ich als befreiend. In meinem Leben als Urban Hedge Witch ist diese Entwicklung ein integraler Bestandteil meiner Praxis. Ich bin nicht an die Regeln alter Schriften oder starre Rituale gebunden – ich darf meine Praxis anpassen und personalisieren, während ich wachse – lernend von alten Traditionen ebenso wie von zeitgenössischen Erfahrungen. Mein Weg fühlt sich nicht starr an – er ist lebendig und dynamisch, so wie ich selbst.


In meiner Praxis werde ich ermutigt zu forschen, zu hinterfragen und zu entdecken. Es ist eine spirituelle Reise, die mich einlädt, dem zu folgen, was mein Herz berührt, und diesen Spuren zu folgen – wohin auch immer sie führen. Denn es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, diesen Pfad zu gehen. Diese Freiheit, spirituelle und mystische Praktiken ohne Urteil oder Einschränkung zu erkunden, ist ein tiefes Geschenk. Ob ich mit den Elementen arbeite, die Mondzyklen ehre oder mich mit den Geistern der Natur verbinde – meine spirituelle Reise gehört mir allein.


Rückblickend erkenne ich heute, dass es auf meiner spirituellen Reise nie darum ging, einen Weg abzulehnen – sondern darum, mein Verständnis des Göttlichen und meinen Platz darin zu erweitern. Es ging nicht darum, etwas hinter mir zu lassen, sondern eine tiefere Verbindung zur Welt um mich herum zu umarmen – eine Welt, in der das Heilige und das Alltägliche untrennbar miteinander verbunden sind. Wo jedes fallende Blatt, jeder Mondaufgang und jeder Atemzug eine Erinnerung an den göttlichen Kreis des Lebens ist.


Und so geht meine Reise weiter – mit derselben Neugier und Ehrfurcht vor den Mysterien, die mich schon immer angezogen haben. Ich bleibe dem Entdecken, Lernen und Wachsen verpflichtet – in dem Wissen, dass das Göttliche nicht irgendwo „da draussen“ ist, sondern durch alles fliesst – und durch mich.


Dies ist mein Weg. Und er hat mich hierher geführt, um mit dir die Magie und Weisheit des Hexenpfades zu teilen – und dich daran zu erinnern, dass das Göttliche nicht weit entfernt ist. Es ist hier. Mit uns. Immer.

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Hallo, danke fürs Vorbeischauen!

Ich bin Nicole – urban aus Überzeugung, mystisch von Natur aus. Ich liebe schwarze Katzen, guten Chai oder Matcha und Gespräche, die spät am Abend anfangen und mit plötzlichen Erleuchtungen enden. Irgendwo zwischen Excel-Tabellen und Zauberkarten habe ich meine Berufung gefunden: Menschen zu helfen, das Chaos, die Magie und selbst die Montage zu verstehen.

Dies hier ist mein Kessel – ein Ort, an dem modernes Leben auf moderne Mystik trifft, gewürzt mit Neugier, einer Prise Rebellion und einer ordentlichen Portion Herz. Mach es dir gemütlich, gönn dir etwas Warmes zu trinken, und lass uns gemeinsam entdecken, welche Magie sich in unserem Alltag versteckt.

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