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Wem nützt eigentlich das Patriarchat?

  • Autorenbild: Nicole
    Nicole
  • vor 5 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

Das Patriarchat? Es ist wie ein alter Zauberspruch, der uns alle fesselt — nur dass die meisten gar nicht merken, dass sie gebunden sind. Es verspricht Macht und Ordnung, doch verteilt es ungleich, zwingt Rollen auf und schadet allen, die darin stecken. Warum hält es sich noch? Weil es tief in den Geschichten verankert ist, die wir uns erzählen. Und weil ein paar wenige, die gerade oben stehen, den Zauber gern beibehalten.


Es ist, als würden wir in einem Theaterstück mitspielen, dessen Drehbuch wir nie unterschrieben haben. Die Hauptrollen sind schon vergeben, und die Regie hält uns an, unsere Linien so zu sprechen, dass alle glauben, es sei Natur.


Aber wer sitzt wirklich auf der Bühne der Macht? Historisch betrachtet haben patriarchale Strukturen Männer in Positionen privilegierter Sichtbarkeit und Entscheidungsgewalt gehoben. Männer erhielten Zugang zu Land, Ressourcen, Bildung, politischem Einfluss — oft auf Kosten von Frauen und marginalisierten Gruppen (Connell, 2009; Risman, 2018). Doch selbst diese „Gewinner“ sind gefangen in den Regeln des Spiels: Der Zauber sagt ihnen, dass Stärke gleich Dominanz, Erfolg gleich Konkurrenz, Wert gleich Kontrolle ist. Emotionen, Intuition, Kooperation — alles, was als „feminin“ gilt — muss unterdrückt werden.


Kurz gesagt: Patriarchat verteilt Macht ungleich, aber es verkauft sie als Geschenk, während es heimlich Energie stiehlt, Beziehungen verarmt und Kreativität beschneidet. Männer mögen an der Spitze stehen, doch sie zahlen dafür einen hohen Preis. Hypermaskulinität, Leistungsdruck, emotionale Dissoziation und soziale Isolation sind keine Ausnahmen — sie sind Teil des Systems, das vorgibt, ihnen zu nützen.

Die wahren Profiteur:innen? Nicht einfach Männer an sich, sondern die, die die Mechanismen kontrollieren: die Institutionen, die Konzerne, die politischen und sozialen Netzwerke, die Hierarchie und Wettbewerb aufrechterhalten. Patriarchat hält nicht nur Individuen in Rollen — es hält Systeme in Bewegung, die von Ausbeutung, Hierarchie und Kontrolle profitieren.


Und während einige auf der Bühne sitzen und applaudieren, sitzen viele andere in der ersten Reihe — und merken erst spät, dass auch sie Teil des Zaubers sind, weil er sich so normal anfühlt.

Wenn du willst, kann ich direkt den nächsten Abschnitt schreiben, der wissenschaftlich stützt, wie Patriarchat Männer und Frauen schadet, und dann zu den subtilen Profiteuren überleitet — so dass wir eine klare Storyline „Wer profitiert, wer zahlt den Preis“ haben, wie wir es schon beim anderen Artikel gemacht haben.


Wer profitiert wirklich – und wer zahlt den Preis?

Schauen wir genauer hin: Patriarchat verteilt ungleiche Rollen, doch es verkauft sie als Geschenk. Männer mögen an der Spitze erscheinen, aber sie zahlen dafür einen hohen Preis. Von klein auf werden Jungen gedrillt, Emotionen zu unterdrücken, Intuition zu ignorieren, Verletzlichkeit zu verstecken, Konkurrenz zu leben und Dominanz zu performen (Pollack, 1998; Connell, 2005). Hypermaskulinität, Leistungsdruck, soziale Isolation und das ständige Bedürfnis, Kontrolle zu demonstrieren, sind keine individuellen Schwächen – sie sind systemische Kosten der privilegierten Position, die patriarchale Strukturen vorgaukeln.


Kurz: Wer denkt, Patriarchat sei „gut für Männer“, übersieht, dass es ihre Energie, Kreativität, Empathie und Lebensfreude raubt. Auch Männer leben unter dem Zauber – als Gefangene der Rollen, die ihnen auferlegt werden. Die Freiheit, Gefühle zu spüren, Intimität zu geniessen, verletzlich zu sein, wird ihnen systematisch entzogen.


Historisch und anthropologisch gesehen ist das ein Mythos. Matriarchale Strukturen sind keine Machtumkehrungen, sondern alternative Gesellschaftsmodelle, in denen Verantwortung geteilt, Entscheidungen kollektiv getroffen und Fürsorge, Kooperation sowie Intuition gesellschaftlich geachtet werden (Sanders, 2001; Rosaldo, 1974; Ehrenberg, 2011). Hier geht es nicht darum, andere zu unterdrücken, sondern ein Gleichgewicht zu schaffen: das Wohl von Kindern, Familien und Gemeinschaften ins Zentrum zu rücken. Patriarchat hingegen trennt, bewertet, extrahiert und stiehlt Energie. Wer Matriarchat als „Macht über Männer“ versteht, verkennt den eigentlichen Punkt: alternative Strukturen können Heilung und Balance bringen, statt nur alte Muster umzudrehen.


Die Lektion, die wir daraus ziehen können ist klar: Patriarchat schadet den meisten - unabhängig vom Geschlecht. Es gibt keine Gewinner:innen im menschlichen Sinne, nur systemische Nutzniesser:innen – Institutionen, Hierarchien, Konzerne, politische Netzwerke –, die von Kontrolle, Ausbeutung und Wiederholung profitieren. Die Arbeit, die wir leisten, die Emotionen, die wir regulieren, die Körper, die wir verwalten – all das wird zur Energiequelle für ein System, das vorgibt, „normal“ zu sein.


Wer also wirklich profitiert, ist nicht das männliche Geschlecht, sondern das System selbst. Und um es zu brechen, müssen wir erkennen, dass Befreiung nicht bedeutet, Macht umzukehren, sondern Macht zu teilen, Rollen zu hinterfragen und menschliche Potentiale für alle zu entfalten.


Rebellion & Empowerment: Deine Macht zurückfordern

Und jetzt kommt der spannende Teil: Wir sind nicht dazu verdammt, nur Zuschauer:innen im Theater des Patriarchats zu sein. Wir können bewusst aussteigen, unsere Energie zurückholen und das Drehbuch selbst schreiben.


Befreiung beginnt mit Aufmerksamkeit: Welche alten Rollen spielst du noch – in Beziehungen, am Arbeitsplatz, in Familien, in deinem eigenen Kopf? Welche Geschichten hast du geglaubt, nur weil sie schon so lange erzählt wurden? Sprich deine Wahrheit. Stelle Grenzen. Sag „Nein“ zu dem, was dich erschöpft. Sag „Ja“ zu dem, was dich nährt. Jede bewusste Entscheidung ist ein kleiner Zauber, ein Faden, der den uralten Bann des Patriarchats löst. Dein Körper, deine Intuition und deine Kreativität sind Archive deiner eigenen Wahrheit – und das System fürchtet genau das. Atem, Bewegung, Berührung, Ritual oder bewusstes Wahrnehmen deines Seins sind Wege, dich wieder mit deiner Lebensenergie zu verbinden.


Und wenn du mit anderen zusammen bist, teile Präsenz statt Konkurrenz, feiere Kooperation statt Dominanz, achte auf Gleichgewicht und Respekt. Freiheit bedeutet nicht, Kontrolle umzudrehen, sondern sie auf allen Ebenen zu hinterfragen und neu zu verteilen. Jede Handlung, jeder Gedanke, jedes „Ja“ und jedes „Nein“ ist ein Rebellionsakt. Das Patriarchat mag alt, mächtig und verführerisch sein – aber es ist nur ein Bann, kein Naturgesetz.


Für konkrete Schritte, Rituale und Wege, den Bann des Patriarchats zu brechen und deine Souveränität zurückzuerobern, lies den nächsten Artikel: „Den Bann des Patriarchats brechen“.

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Hallo, danke fürs Vorbeischauen!

Ich bin Nicole – urban aus Überzeugung, mystisch von Natur aus. Ich liebe schwarze Katzen, guten Chai oder Matcha und Gespräche, die spät am Abend anfangen und mit plötzlichen Erleuchtungen enden. Irgendwo zwischen Excel-Tabellen und Zauberkarten habe ich meine Berufung gefunden: Menschen zu helfen, das Chaos, die Magie und selbst die Montage zu verstehen.

Dies hier ist mein Kessel – ein Ort, an dem modernes Leben auf moderne Mystik trifft, gewürzt mit Neugier, einer Prise Rebellion und einer ordentlichen Portion Herz. Mach es dir gemütlich, gönn dir etwas Warmes zu trinken, und lass uns gemeinsam entdecken, welche Magie sich in unserem Alltag versteckt.

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